HR

Persönlichkeitstests in HR: Wie das richtige Verfahren wählen?

Geschrieben von
Cornelia Kirschke
|
16.2.2026
ID37 Persoenlichkeitsanalyse in der Personalentwicklung Kriterien
Ein gutes Händchen bei der Entscheidung von Persönlichkeitstools ist wichtig

Persönlichkeitstests helfen HR-Managern, Mitarbeitende gezielt zu entwickeln, Teams besser aufzustellen und fundierte Personalentscheidungen zu treffen. Doch das Angebot an Diagnostik-Verfahren ist riesig – von Eignungstests über Potenzialanalysen bis hin zu Persönlichkeitstests. Nicht alle Verfahren sind wissenschaftlich fundiert. Drei Kriterien helfen bei der Auswahl: wissenschaftliche Gütekriterien, aktuelle Normierung und ein differenziertes Abbild der Persönlichkeit.

Auf einen Blick:

  • Persönlichkeitsanalysen ermitteln individuelle Persönlichkeitsmerkmale und deren Ausprägungen – wertfrei und standardisiert.
  • Im HR-Bereich dienen sie der Personalauswahl, Personalentwicklung, Teamentwicklung und Begleitung entlang des Employee Life Cycle.
  • Drei Auswahlkriterien: wissenschaftliche Gütekriterien (Objektivität, Reliabilität, Validität), aktuelle Normierung und Differenzierungsgrad.
  • Typentests (z. B. MBTI, DISG) gelten wissenschaftlich als instabil – differenzierende Tests (z. B. ID37, Big Five) bilden Persönlichkeit präziser ab.
  • Die ID37 Persönlichkeitsanalyse erfasst 16 Motive, ist wissenschaftlich normiert und orientiert sich an internationalen HR-Standards.

Was sind Persönlichkeitsanalysen und wofür werden sie in HR eingesetzt?

Persönlichkeitsanalysen sind standardisierte Verfahren, die individuelle Persönlichkeitsmerkmale und deren Ausprägungen ermitteln. Sie erklären einen Charakter und bilden diesen über ein Persönlichkeitsprofil visuell ab. Persönlichkeit ist ein komplexes Konstrukt – doch die Betrachtung einer Teilmenge an Eigenschaften liefert wertvolle Erkenntnisse für den Arbeitsalltag. Die Ergebnisse sind dabei immer wertfrei: Es werden keine Fähigkeiten getestet, sondern es geht um die Frage, wer jemand ist.

Im Personalbereich ist eine Persönlichkeitsanalyse als Standortbestimmung zu sehen, um Potenziale und Ressourcen eines Mitarbeitenden zu erkennen. Anders als Kompetenz- oder Eignungstests sind Persönlichkeitsanalysen besonders für die Gestaltung von Zusammenarbeit und Teamentwicklung wertvoll.

Unternehmen setzen Persönlichkeitsdiagnostik als Teil ihres Talent Management ein: Mitarbeitende werden entlang des Employee Life Cycle begleitet – von der Anwerbung über das Recruiting bis zur Entwicklung und zum Offboarding. Dabei sollte das Ergebnis immer gemeinsam besprochen werden. Jeder Kandidat hat ein berechtigtes Interesse am Ergebnis seiner Analyse, und die Transparenz ist vertrauensbildend.

Welche Kriterien sind bei der Auswahl eines Persönlichkeitstests wichtig?

Vor der Auswahl eines Persönlichkeitsinstruments sind zwei zentrale Fragen zu klären: Was soll gemessen werden? Und welches Instrument misst das, was gemessen werden soll? Die Antworten führen zu drei Qualitätskriterien, die HR-Manager bei der Entscheidung berücksichtigen sollten:

  • Wissenschaftliche Gütekriterien – Erfüllt das Verfahren die Standards für Objektivität, Reliabilität und Validität?
  • Aktuelle Normierung – Werden die Ergebnisse mit einer repräsentativen Bezugsgruppe verglichen?
  • Differenzierungsgrad – Bildet das Verfahren die Persönlichkeit differenziert ab oder ordnet es Menschen nur in Typen ein?

Was sind wissenschaftliche Gütekriterien für Persönlichkeitstests?

Wissenschaftliche Gütekriterien stellen sicher, dass ein Test tatsächlich das misst, was er vorgibt zu messen. Damit ein Verfahren als anerkanntes Diagnostikinstrument gilt, muss es diese Kriterien anhand empirischer Erhebungen nachweisen. Die drei Hauptgütekriterien sind:

  • Objektivität – Das Testergebnis ist unabhängig davon, wer den Test anleitet, auswertet und interpretiert.
  • Reliabilität (Zuverlässigkeit) – Der Test misst ein Merkmal mit hoher Genauigkeit und möglichst frei von Messfehlern.
  • Validität (Gültigkeit) – Der Test misst tatsächlich das, was er messen soll. Sie gilt als das wichtigste Gütekriterium.

Das wissenschaftliche Manual eines Tests dokumentiert diese Gütekriterien und Leistungswerte. Ist kein Testmanual vorhanden, kann dies ein Hinweis auf ein nicht wissenschaftliches Verfahren sein. Das wissenschaftliche Manual der ID37 Persönlichkeitsanalyse steht zum Download zur Verfügung.

Warum ist eine aktuelle Normierung entscheidend?

Ohne Normierung hat man nur Zahlenwerte – erst der Vergleich mit einer Bezugspopulation gibt den Ergebnissen Aussagekraft. Die Normierung zeigt, ob eine Testperson eine über- oder unterdurchschnittliche Ausprägung aufweist oder der statistischen Norm entspricht.

Bei der Auswahl einer Persönlichkeitsanalyse sollten HR-Manager kritisch prüfen: Sind die Normdaten aktuell und repräsentativ? Liegen Normen für alle relevanten Populationen vor? Eine statistische Auswertung auf Basis vieler durchgeführter Tests ist keine Normierung im wissenschaftlichen Sinne. Es lohnt sich, die Angaben der Anbieter genau zu hinterfragen.

Was unterscheidet Typentests von differenzierenden Persönlichkeitstests?

Es gibt zwei grundlegend verschiedene Ansätze in der Persönlichkeitsdiagnostik: Typentests und differenzierende Tests. Diese Unterscheidung ist für HR-Manager entscheidend, da sie sich unmittelbar auf die Qualität und Anwendbarkeit der Ergebnisse auswirkt.

Typenbildende Tests wie MBTI oder DISG bündeln Dimensionen zu Typen und ordnen Menschen in Kategorien ein. Die Ergebnisse werden direkt aus den Testantworten abgeleitet, nicht anhand einer Vergleichsgruppe. Differenzierende Tests wie ID37, Big Five oder 16PF arbeiten hingegen mit Skalenwerten: Sie ermitteln individuelle Ausprägungen auf mehreren Dimensionen, verglichen mit einer Referenzgruppe.

Wissenschaftler kritisieren Typentests deutlich. Prof. Dr. Matthias Ziegler von der Humboldt-Universität Berlin bezeichnet Typentests als nicht viel zuverlässiger als ein Münzwurf: „Diese Tests haben eigentlich kaum Aussagekraft. Denn die Persönlichkeit eines Menschen lässt sich nicht in eine Schublade stecken.“ (Quelle)

Prof. Dr. Stefan Krumm von der Freien Universität Berlin ergänzt: „Wir sind nicht entweder extrovertiert oder introvertiert, sondern meist irgendwas dazwischen.“ Typentests bergen die Gefahr, Menschen schablonenartig festzulegen und den Entwicklungsraum eher zu beschränken als zu öffnen. (Quelle)

Je größer der Differenzierungsgrad, desto besser die Analyse – und desto wirksamer die Intervention.

Was zeichnet die ID37 Persönlichkeitsanalyse für HR aus?

Die ID37 Persönlichkeitsanalyse ist ein differenzierendes Instrument, das 16 Motive als weitgehend unveränderliche Wesensmerkmale (Traits) misst. Sie zeigt, wo die inneren Antriebe eines Menschen liegen, was sein Handeln treibt und was ihn motiviert. Die wichtigsten Merkmale:

  • Wissenschaftlich fundiert – 16 Motive auf Basis aktueller Motivationsforschung, 9 Items pro Motiv, 6-stufiges Antwortformat
  • Nachprüfbare Gütekriterien – Objektivität, Reliabilität und Validität empirisch belegt
  • Aktuelle Normierung – Transparente Normierung von 2017 (N=1.001), deutsche Zufallsauswahl
  • Differenzierend – Keine typisierende Klassifizierung, sondern individuelle Ausprägungen pro Dimension
  • Internationale Standards – Orientierung an DIN 33430 und den Standards der AERA, APA und NCME
  • KI-Coach Jay – Personalisierter KI-Coach, der auf Basis des individuellen Motivprofils Coaching-Impulse, Gesprächsvorbereitung und Handlungsempfehlungen liefert

ID37 eignet sich für vielfältige HR-Einsatzbereiche: Personalauswahl, Personalentwicklung (z. B. optimale Mitarbeitermotivation) und Teamentwicklung (z. B. Verbesserung der Teamkommunikation). Die Persönlichkeitsprofile können entlang des gesamten Employee Life Cycle mit anderen diagnostischen Instrumenten kombiniert werden.

Mit KI-Coach Jay bietet ID37 zudem einen einzigartigen digitalen Sparringspartner: Jay kennt das individuelle Motivprofil und ist auf das ID37 Verfahren trainiert. Er unterstützt HR-Manager, Führungskräfte und Coaches mit personalisierten Impulsen – von der Vorbereitung auf Analysegespräche über Konfliktlösung bis zur Teamentwicklung. Als evidenzbasierter Begleiter ergänzt er die Arbeit von Personalentwicklern, ohne menschliche Coaches zu ersetzen.

Häufige Fragen zu Persönlichkeitstests in HR

  • Dürfen Persönlichkeitstests im Recruiting eingesetzt werden?
    Ja, Persönlichkeitstests können im Recruiting ergänzend eingesetzt werden. Wichtig ist, dass die Ergebnisse immer mit dem Kandidaten besprochen werden und das Verfahren wissenschaftlichen Gütekriterien entspricht.
  • Sind Typentests wie MBTI oder DISG für HR geeignet?
    Typentests wie MBTI oder DISG sind in der Wissenschaft umstritten. Sie gelten als instabil und ordnen Menschen in wenige Kategorien ein. Für fundierte HR-Entscheidungen empfehlen Experten differenzierende Verfahren wie ID37 oder Big Five.
  • Wie viele Dimensionen sollte ein guter Persönlichkeitstest abbilden?
    Je mehr Dimensionen ein Test differenziert abbildet, desto individueller ist das Ergebnis. ID37 misst 16 Motive und bietet damit ein deutlich differenzierteres Bild als Typentests mit 4–16 Typen.
  • Woran erkennt man einen wissenschaftlich fundierten Persönlichkeitstest?
    An einem wissenschaftlichen Testmanual, das die Gütekriterien Objektivität, Reliabilität und Validität nachweist, sowie an einer aktuellen, repräsentativen Normierung.

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FAQs

Fragen und Antworten

Was ist die ID37 Persönlichkeitsanalyse?

Die ID37 Persönlichkeitsanalyse ist ein wissenschaftlich fundierter Test, der 16 Lebensmotive misst. Diese Motive treiben unser Verhalten an – unbewusst und lebenslang. Der Test erstellt ein individuelles Persönlichkeitsprofil, das zeigt, was Sie wirklich antreibt. Anders als Typentests ordnet ID37 nicht in Schubladen ein, sondern bildet die einzigartige Motivstruktur jedes Menschen ab. Das Ergebnis: tiefes Selbstverständnis und gezielte Entwicklung. Die ID37 Persönlichkeitsanalyse wird erfolgreich in Coaching, Führungskräfteentwicklung, Personaldiagnostik und zur persönlichen Standortbestimmung eingesetzt.

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Was sagt mein ID37 Persönlichkeitsprofil konkret über mich aus?

Das ID37 Persönlichkeitsprofil zeigt die Ausprägung der 16 Lebensmotive – von stark über durchschnittlich bis gering. Es erklärt, was eine Person antreibt, was ihr Energie gibt und was sie meidet. Das Profil macht sichtbar, warum eine Person in bestimmten Situationen so reagiert, wie sie reagiert. Es typisiert nicht, sondern bildet die einzigartige Motivstruktur ab, macht Bedürfnisse verständlich und ermöglicht es Personen zielgerichtet an ihrer Entwicklung zu arbeiten.

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Wie kann ich mein ID37 Profil ganz konkret im Alltag nutzen?

Das ID37 Profil dient als individueller Kompass für Entscheidungen. Es bildet die Grundlage für effektive Selbststeuerung, Emotionsregulierung und persönliche Weiterentwicklung.

1. Selbsterkenntnis und Zielsetzung: Durch die Kenntnis der 16 Lebensmotive erkennt jede Person, was ihr im Leben wirklich wichtig ist und wo sie intrinsisch motiviert ist.

2. Emotionen und Stressbewältigung: Personen lernen ihre emotionalen Muster zu erkennen und Triggerpunkte zu lokalisieren. Dies ermöglicht, Emotionen zu antizipieren und zu regulieren.

3. Beziehungen und Konfliktlösung: Die Selbsterkenntnis hilft zu verstehen, warum andere Menschen anders sind. Der Erfolgsfaktor: Andere so zu nehmen, wie sie sind.

4. Umgang mit Wahrnehmung: Das ID37 Profil macht „blinde Flecken“ sichtbar.

Der KI-Coach unterstützt profilierte Personen dabei, ihre Soft Skills zu trainieren.

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Ist ID37 wissenschaftlich fundiert?

Ja, ID37 basiert auf moderner Testentwicklung und erfüllt hohe psychometrische Standards. Die Methode wurde an der Universität Luxemburg entwickelt. Sie nutzt aktuelle Erkenntnisse der Motivationspsychologie und Persönlichkeitsforschung. Im Gegensatz zu veralteten Typologien wie MBTI oder DISG erklärt ID37 die Ursachen von Verhalten – nicht nur dessen Oberfläche. Die Gütekriterien Objektivität, Reliabilität und Validität sind wissenschaftlich belegt.

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Wie unterscheidet sich ID37 von anderen Persönlichkeitstests?

ID37 typisiert nicht. Während MBTI oder DISG Menschen in Kategorien pressen, zeigt ID37 die individuelle Motivstruktur auf einer kontinuierlichen Skala. Der Test erklärt Ursachen: Warum verhält sich jemand so? Andere Tests beschreiben nur, wie jemand sich verhält. ID37 basiert zudem auf aktueller wissenschaftlicher Forschung statt veralteter Theorien. Der Test wurde wissenschaftlich an der Universität Luxemburg entwickelt, validiert und normiert und erfüllt alle psychometrischen Gütekriterien. Das Ergebnis ist präzise, aussagekräftig und einfach verständlich. Im professionellen Einsatz werden sie durch zertifizierte ID37 Master begleitet. Ergänzend kann der KI-Coach für die Interpretation herangezogen werden.

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Wie unterscheidet sich der ID37 Test von Online-Schnelltests?

Der ID37 Test unterscheidet sich deutlich von Online-Schnelltests durch seine wissenschaftliche Fundierung und Messgenauigkeit. Seine Gütekriterien sind transparent offengelegt und ermöglichen belastbare Prognosen für künftiges Verhalten. Die Ergebnisse dienen als verlässliche Orientierung im Leben. ID37 erfüllt zudem hohe Standards bei Datenschutz (DSGVO), Freiwilligkeit, Nicht-Diskriminierung und Beratungsethik. Einzigartig sind zudem die begleitenden Services und Features der ID37 Plattform. Online-Schnelltests hingegen sind meist nicht validiert, arbeiten ohne Normstichprobe, ordnen Menschen grob in Typen ein und sind eher unterhaltend als diagnostisch belastbar.

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Blogartikel Vergleich von Persönlichkeitstests

Für wen ist die ID37 Persönlichkeitsanalyse geeignet?

ID37 eignet sich für alle, die sich selbst und andere besser verstehen wollen. Privatpersonen nutzen den Test für Selbstreflexion und persönliche Entwicklung. Teams analysieren ihre Zusammenarbeit und lösen Konflikte. Führungskräfte lernen, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter individuell zu führen. Coaches und Berater:innen setzen ID37 im Rahmen ihrer professionellen Arbeit ein. Mithilfe des Tools können sie eine präzise Standortbestimmung ihrer Klient:innen durchführen und darauf aufbauend zielgerichtete Maßnahmen und Interventionen entwickeln. Unternehmen integrieren die Methode in die Personalentwicklung. Kurz: ID37 hilft überall, wo Menschen zusammenleben und zusammenarbeiten.

Mehr zum Einsatz von ID37 in der Arbeitswelt
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Was ist der KI-Coach Jay?

Jay ist ein KI-gestützter Coach, der auf Basis des wissenschaftlichen ID37 Persönlichkeitsprofils personalisierte Empfehlungen gibt und zur Reflexion anregt. Der Chatbot analysiert die Motivstruktur, zeigt individuelle Wege zur Weiterentwicklung, unterstützt bei der Lösung von Konflikten und bei Fragen zu Beruf, Beziehungen und Selbststeuerung. Jay ist auf das ID37 Persönlichkeitsmodell trainiert und kombiniert sein Spezialwissen mit dem unbegrenzten Informationsschatz eines zugrunde liegenden KI-Modells. Der KI-Coach ist rund um die Uhr verfügbar und ergänzt die Arbeit mit menschlichen Coaches insbesondere in der Persönlichkeits- und Teamentwicklung.

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