Führungskräfte rekrutieren

Geschrieben von
Cornelia Kirschke
|
2.6.2021
contec Personalberater Ulrich von Prittwitz setzt auf ID37 Diagnostik
ID37 Master Ulrich von Prittwitz ist anerkannter Experte für die Gewinnung und Auswahl von Top-Manager:innen bei der Unternehmens- und Personalberatung contec. Er unterstützt Organisationen der Sozial- und Gesundheitswirtschaft dabei, Positionen im Top-Management zu besetzen. Wir haben nachgefragt, wie er die Führungskräfte in dieser Branche findet und auswählt.

Herr von Prittwitz, Sie besetzen Positionen im Top-Management. Wie gehen Sie das Recruiting an?

Ulrich von Prittwitz: Ich verfolge einen ganzheitlichen Ansatz. Was verstehe ich darunter? Als Personalberater schaue ich mir als Erstes die Person mit ihren Begabungen und Fertigkeiten an. Vor allem, ob diese Potenziale zu den Anforderungen der Position passen bzw. einen zielführenden Beitrag zur Erreichung der strategischen Unternehmensziele leisten kann. Hier arbeiten wir eng mit unseren Kolleg:innen aus der contec Strategieberatung conPrimo zusammen.

Welche Rolle spielt die ID37 Persönlichkeitsdiagnostik im Recruiting- und Besetzungsprozess?

Ulrich von Prittwitz: Die ID37 Persönlichkeitsanalyse ist für mich ein wertvolles Tool, um schnellstmöglich auf das zu sprechen zu kommen, was eine Person wirklich antreibt. In den letzten 20 Jahren ging es mir vor allem um die Messung von Verhaltensmerkmalen und kognitiven Fähigkeiten als belastbare Prognose für beruflichen Erfolg. Als große Bereicherung empfinde ich mittlerweile den Dialog mit Kanditat:innen über ihre Motivausprägungen, also über ihre individuellen Antreiber, die wir mit ID37 feststellen. Die tollsten Potenziale bringen nichts, wenn die Person diese nicht im Kontext unserer Branche einsetzen möchte. 

Mit Blick auf die Zusammenstellung von Führungsteams nach interpersoneller Vielfalt, wird uns ID37 zukünftig noch weiteren Mehrwert bringen.
Ulrich von Prittwitz

Sie haben bereits viele Führungskräfte im Sozial- und Gesundheitswesen besetzt. Lassen sich Tendenzen feststellen?

Ulrich von Prittwitz: Ja, definitiv. In der Sozialwirtschaft treffen wir sehr häufig Persönlichkeiten an, die ein hohes Interesse an Sozialkontakten (Motiv SOZIALKONTAKTE in hoher Ausprägung), an sozialer Gerechtigkeit (Motiv SOZIALES ENGAGEMENT in hoher Ausprägung) und Friedfertigkeit (Motiv REVANCHE in niedriger Ausprägung) haben. Das verwundert nicht. Ich höre jedoch von Aufsichts- und Verwaltungsräten immer häufiger, dass diese Merkmale allein nicht mehr ausreichen. 

Gefragt sind Persönlichkeiten, die ihre Menschorientierung in Balance zu ihrer Sachorientierung bringen können. Ein wesentlicher Grund dafür ist, dass die Anforderungen an eine wirtschaftliche Unternehmensführung von Jahr zu Jahr anspruchsvoller werden. Im Krankenhaussektor und im Bereich der Altenhilfe ist dies schon länger der Fall. Aber in der Eingliederungshilfe zum Beispiel werden zunehmend mehr Kompetenzen im Leistungsmanagement erwartet.  

Ein weiterer Trend ist Diversität. In der Sozialwirtschaft, insbesondere im Bereich der Sozialberatung, sind vielfältige Teams schon etabliert. Jetzt ist Vielfalt auch ein Kriterium für die Zusammenstellung von Leitungsteams. Mit Blick auf die Zusammenstellung von Führungsteams nach interpersoneller Vielfalt, wird uns ID37 zukünftig noch weiteren Mehrwert bringen.

Vielen Dank, Ulrich von Prittwitz.

>> Lese-Tipp

Informationen über wirksames Diversity Management mit ID37 finden sich im Blogartikel Tool für Diversity Management.

ID37 Newsletter abonnieren!